Klassen

 

 

 

Klasse

Lehrer

1

Herold-Schmidt

2

Herold-Schmidt

3

Fenz

4

Fenz 

 

Außenklasse

Nach dem Baden-Württembergischen Schulgesetz ist die Bildung einer Sonderschul-Außenklasse, die mit ihren Lehrern an eine allgemeinbildende Schule "umzieht" und eine enge Kooperation mit einer dortigen Klasse eingeht, eine Form der Integration von Behinderten im Schulalltag.

Seit dem Schuljahr 2005 / 2006

  • Die Alois-Wißmann-Schule für Geistigbehinderrte, Buchen, hat eine Außenklasse in
  • Großeicholzheim, GS, Klassenstufe 4

Diskussion:
Eltern, die sich bei uns engagieren, haben sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Außenklassen gemacht, die natürlich in erster Linie mit den dort beteiligten Personen (Kindern, Lehrern, Eltern, Schulleitung und Kollegium) zusammenhängen. Das Spektrum der Rückmeldungen, die uns erreichen, ist groß: von sehr begeistert (vor allem von den engagierten Lehrern) bis so enttäuscht, dass sie die Kinder aus der Klasse genommen haben.

Darüber hinaus gibt es aber Aspekte, die auch mit den aus unserer Sicht strukturellen Schwächen des Außenklassenmodells zusammenhängen, und die für uns nicht befriedigend sind:

  • Die behinderten Kinder bleiben formal Schüler der Sonderschule und sind damit keine „normalen“ Schüler der Regelschule. Formal ist also die Grundschule nicht für sie zuständig, d.h. zum Beispiel, dass sich ihre Eltern auch nicht im Elternbeirat der Grundschule engagieren können (auch wenn sie dies de facto oft tun).
  • „Außenklasse“: Nomen est omen. Manche Eltern erleben es so, dass ihre Kinder trotz der räumlichen Nähe doch „außen vor“ bleiben. Auf den Internetseiten der Regelschulen werden sie manchmal gar nicht erwähnt.
  • Sehr unterschiedlich ist, wie viel Unterricht gemeinsam stattfindet. Gerade in den höheren Klassen ist das ein Problem. Es gibt immer Gründe, zu trennen, sogar im Sport oder in Religion, so dass die Sonderschüler dann die meiste Zeit unter sich bleiben. Problematisch ist es auch, wenn bei diesen Unterrichtstrennungen Schüler mit in die Kleingruppe kommen müssen, die dem Unterricht der Regelschule eigentlich noch folgen könnten. Hier erklären sich manchmal Regelschullehrer nicht für zuständig, was sie formal eben auch nicht sind wegen des Sonderschulstatus' der behinderten Kinder.
  • Das Außenklassen-Modell ist keine wohnortnahe Integration, die unser Ziel ist. Außenklassenkinder werden deshalb oft auch „Buskinder“ genannt, weil sie aus anderen Orten kommen.
  • Manche Außenklassenmodelle sehen vor, dass sie Kinder zunächst ein Jahr die Sonderschule besuchen und/oder einen Tag pro Woche in der Sonderschule verbringen. Einige Eltern unterstützen das (Kontakt zur Stammschule), andere sehen es kritisch (Kinder sollen an einer Schule zu Hause sein).
  • Für Eltern, die ihre Kinder vier Grundschuljahre in einer Außenklasse hatten, geht nach Klasse 4 oft wieder der „Kampf“ um integrative Beschulung neu los. Integration ist also alles andere als ein „Selbstgänger“.
  • Es fehlt noch immer eine Evaluierung der Außenklassen, also ein wissenschaftlich begleiteter „Qualitäts-Check“, der auch zur Erarbeitung verbindlicher Rahmenbedingungen führen müsste.
  • Außenklassen, die Kinder einer Sonderschule an eine andere Sonderschule auslagern, sind unserem Verständnis nach keine echten Integrationsmaßnahmen.

 Quelle

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